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4.26. „Das Salzburger Große Welttheater“ (Karl Müller)

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4.26.1. Die Festspielidee: Synthese, Orientierung und Sinnstiftung

„Das Salzburger Große Welttheater“ (Uraufführung 1922 in der Salzburger Kollegienkirche) von Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) sollte das Programmstück des neu gegründeten Salzburger Festspielprojektes werden. Die restaurative Botschaft dieses allegorischen Spiels sollte nach der Katastrophe des Jahres 1918 von Salzburg aus, dem „Herz[en] vom Herzen Europas“, nach Europa und in die Welt ausstrahlen.

Dieses Stück war gemäß Hofmannsthalscher Synthese-Beschwörungen dafür gedacht, „das naivste Publikum ebenso zu fesseln wie den Höchstgebildeten“. Hofmannsthals „Salzburger Großes Welttheater“ kann man als Versuch verstehen, nach dem Zusammenbruch und Auseinanderbrechen des Habsburgerreiches und in der Konfrontation mit der neuen Republik, dem kleinstaatlichen Deutsch-Österreich, weltanschauliche und politische Orientierung zu gewinnen, Sinn zu stiften, ein geschlossenes Weltbild zu vermitteln und es als allgemeinverbindlich in orientierungsarmer Zeit anzupreisen.

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