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Vorwort zur Neuauflage 2014 (Redaktionsteam)

Vor mehr als zehn Jahren ist mit „Im Winter und zur Weihnachtszeit“ der erste Band der dreiteiligen Reihe „Bräuche im Salzburger Land. Zeitgeist – Lebenskonzepte – Rituale – Trends – Alternativen“ erschienen. Damals hatte man sich, um die Texte um multimediale Inhalte erweitern zu können und Such- sowie Vernetzungsmöglichkeiten zu Web-Inhalten zu schaffen, für eine Ausgabe in Form einer CD-ROM entschieden – mit Erfolg! Das Format wurde sehr gut angenommen, die drei CDs mit ihrer für das Betriebssystem Windows XP optimierten Software erwiesen sich als Verkaufsschlager und bevorzugtes Nachschlagewerk und wurden mehrfach ausgezeichnet.

Zehn Jahre sind allerdings im Bereich der Informationstechnologie nicht weit von der Ewigkeit entfernt, gerade die Ausstattung der Privatanwender wandelt sich mitunter schnell und sprunghaft. Tablet-PCs und mobile Endgeräte ohne CD-Slot werden für den Privatgebrauch zunehmend die Computer der ersten Wahl, das Betriebssystem-Monopol von Microsoft wird durch die auf UNIX/LINUX-basierenden Systeme von Apple (OSX) und Google (Android) immer mehr aufgebrochen, klassische Desktop-Anwendungen verlagern sich vermehrt ins Internet. Das alles hält uns dazu an, eine Alternativlösung zu den CD-ROMs anzubieten, wollen wir die Inhalte weiterhin für eine interessierte Leser- und Nutzerschaft bereithalten. Im Sinne der Langzeitarchivierung ist es geradezu zwingend, diese Dokumentation vom „sterbenden“ Datenträger CD-ROM „herunter“zuretten und in ein neues und zukunftsträchtiges, aber immerhin seit den 1980ern bestehendes digitales Textformat zu gießen. Dabei haben wir uns für eine Ausgabe im HTML-Format entschieden, da diese zum einen von jedem gängigen Webbrowser gelesen werden kann und damit zum anderen eine Bereitstellung der Inhalte per Webserver möglich wird, unabhängig von Hardware und verwendetem Betriebssystem des Nutzers.

Technisch realisieren wir diese „Portierung“ von der Windows-Software zur Website, die sich aufgrund der Masse an aufeinander Bezug nehmenden wissenschaftlichen Aufsätzen mit Fußnoten, Zitaten, externen und internen Verweisen kaum in einem der heute üblichen Content-Management-Systeme in eine Website gießen ließe, mit dem OpenSource-Werkzeug DocBook. Von HaL Computer Systems und O’Reilly & Associates (heute O’Reilly Media) bereits in den 1990ern als Werkzeug zur Software-Dokumentation entwickelt und heute von der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) betreut, bietet der freie XML-Standard ungezählte Möglichkeiten zur (semantischen) Strukturierung und Auszeichnung von Texten, die anschließend in verschiedenen digitalen Formaten (HTML für Webbrowser, ePUB für E-Books, PDF für Tablets oder Druckvorstufe) ausgegeben werden können.

Ein wesentlicher Unterschied zur CD-ROM ist, dass die Neuausgabe gänzlich auf Bilder, Audios und Videos verzichtet. Uns geht es vor allem darum, das in den Texten vermittelte Wissen für die Zukunft zu erhalten und die Zitierfähigkeit der Texte weiterhin zu gewährleisten. Auch wird gerade durch den Verzicht auf Multimediales, das heute in den meisten Fällen per Google oder Youtube ohnehin weitaus besser erschlossen werden kann, die Stärke der ursprünglichen CD-ROM als volkskundliches Nachschlagewerk besonders hervorgehoben. Immerhin würde die Gesamtheit der Texte von CD-ROM 1 in einer formatierten Druckausgabe einen Umfang von ca. 1.100 A4-Seiten erreichen – eine geradezu einzigartige Informationsfülle. Eine reine Textausgabe bietet zudem den großen Vorteil, dass sie auch auf E-Book-Readern (etwa im von uns bereits getesteten ePUB-Format) problemlos gelesen werden kann. Deren Graustufen-Bildschirme mit e-Ink-Technologie sind zwar sehr augenschonend und bieten hohen Lesekomfort, für Bildaufbau und Bildanzeige sind sie jedoch nur sehr eingeschränkt geeignet.

Den Autor/innen konnte für diese Neuausgabe keine Möglichkeit zur Aktualisierung ihrer Beiträge eingeräumt werden, d. h. inhaltlich verbleiben die Artikel auf dem Stand des Zeitpunktes der Veröffentlichung 2002. Lediglich die Rechtschreibung wurde vereinheitlicht bzw. Bezeichnungen von Institutionen und Internetadressen etc. wurden adaptiert. Nicht in diese Neuausgabe aufgenommen wurden „Beiträge aus der Zeitschrift Salzburger Volkskultur“ (Rubrik „Zum Weiterlesen“), da hier eine Langzeitarchivierung nicht vordringlich ist. Die Originale sind vielerorts (Privathaushalte, Bibliotheken etc.) greifbar und in den meisten Fällen sogar noch erwerbbar sowie im Original durch das digitale Zeitschriftenregister auf der Website der Salzburger Volkskultur erschlossen. Von Cornelia Maier wurde ausgehend von den Literaturangaben in den einzelnen Beiträgen eine Gesamtbibliografie erstellt. Literaturstellenbelege in historischen Texten wurden auf heute greifbare bibliografische Angaben stillschweigend vervollständigt, wo die bibliografische Angabe nicht rekonstruierbar ist, erfolgt ein Hinweis.

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