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5.25. Richard Wolframs Salzburger „Brauchtumsaufnahme“ (Olaf Bockhorn)

5.25.1. Kurztext[1713]

5.25.1.1. Kritische Auseinandersetzung mit Richard Wolframs „Brauchtumsaufnahmen“

Richard Wolframs „Brauchtumsaufnahme(n) im Lande Salzburg“ aus den Jahren 1941, 1945/46 und 1981 – veröffentlicht u. a. in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1955, 1958, 1960, dann im Österreichischen Volkskundeatlas sowie im Salzburg-Atlas – standen im Mittelpunkt eines Seminars (Sommersemester 2001) von Olaf Bockhorn am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass Richard Wolframs Brauchaufzeichnungen nur unter Anwendung von Methoden- und Ergebniskritik verwendet werden können. Wolframs Arbeiten zeigen „die alten Bestrebungen um ‚Wesensbestimmung‘ und ‚Brauchdeutung‘ nochmals voll mobilisiert. Die genüssliche Ausbreitung des Natürlichen und ‚Urhaften‘, die Deutungsangebote im Bereich von Ahnenverehrung, Fruchtbarkeitskult und männerbündisch-sozialem Brauchtum [...] zeigen [...] das Fach im vollen Gepräge einer ‚konservativen Heilslehre‘“.[1714] Diesen Deutungen weiterhin anzuhängen, erscheint zumindest suspekt.

5.25.1.2. Richard Wolfram und sein Werk

Der karrierebedachte Wissenschaftler Richard Wolfram (1901–1995), illegaler Nationalsozialist und Mitglied der sogenannten „Wiener Männerbundschule“ um Rudolf Much, wurde in Wien und Salzburg während der NS-Zeit zum Leiter der „Lehr- und Forschungsstätte für germanisch-deutsche Volkskunde“, einer Abteilung der „Außenstelle Süd-Ost“ der „Forschungs- und Lehrgemeinschaft ‚Das Ahnenerbe‘ der SS Heinrich Himmlers“, sowie Professor für germanisch-deutsche Volkskunde in Wien.

Die Hintergründe von Wolframs Affinität zu Salzburg ermöglichten ihm auch nach 1945 weitreichende öffentliche Verbreitung seines Gedankengutes. Entsprechend seiner Schule ging es ihm um Kontinuität, und das hieß „in erster Linie Fortdauer der ‚völkischen Substanz‘“ sowie „germanische Kontinuität“. Die Grundhaltung war „ein jeglicher wissenschaftlichen Untersuchung vorgeschalteter Glaubenssatz“.[1715]

Auch nach 1945 – aus dem Universitätsdienst entlassen bis 1954 und von 1963 bis 1972 wieder als Vorstand des Volkskundeinstitutes in Wien – blieb Richard Wolfram diesen Wertungen und Arbeitsweisen verhaftet. Bis heute gilt er in populären Werken wie in speziellen Vereinigungen als „letzte Instanz“ der Brauchforschung. Grund genug, sich mit seinen Methoden und Theorien kritisch auseinanderzusetzen und die Ergebnisse dieser Untersuchungen auch an ein breites Publikum – sprich Vereinsmitglieder, Lehrer/innen und Schüler/innen sowie an alle heimatkundlich Interessierten – heranzutragen.

5.25.1.3. Punkte der Kritik

Punkte der Kritik an Wolframs Werk – nicht nur an seinen Brauch-Arbeiten – ergeben sich sowohl auf der Ebene der Methoden als auch auf jener der Deutungen und Ergebnisse. Obwohl Wolframs Forderung nach dem Methodenmix (Fragebögen, mündliche Befragung, Beobachtung, historische Quellenforschung etc.) theoretisch bis heute überzeugend ist, lässt sich in Stichproben ein wertender und auswählender Umgang mit den Quellen belegen.

Die Suche nach „guten Gewährsleuten und Überlieferungsträgern“ ließ alles unbeachtet, was ihm „neutönerisch“ und „soziologieverdächtig“ erschien. Der „volkskundliche Rücklauf“ – die lenkende und steuernde Befragung – sowie schließlich die auf das Ziel „Herausarbeitung der Altschichten“ ausgerichtete Forschung wie Bearbeitung, die Kritik und Ausklammerung aller neuen Strömungen im Fach zeigen Wolfram und seine Jünger heute als „volkstumsideologische Fantasten“, die zwischen bürgerlicher Altertumssehnsucht und völkischer Ideologie Traumgebäude nach ihren Sehnsüchten errichteten.

Zu wünschen bleibt, dass durch kritische Forschungen Richard Wolfram nicht nur im Fach, sondern auch im öffentlichen Umgang mit Bräuchen als in den Strömungen seiner Zeit verhaftet gesehen und dort belassen wird. Nur so kann Brauchforschung als Kulturgeschichtsschreibung verstanden werden, in deren Mittelpunkt der Mensch in seinem soziokulturellen Umfeld steht.

5.25.2. Langtext

5.25.2.1. Prolog

Wer sich gegenwärtig einen Überblick über Jahresbräuche und ihren Stellenwert im Bundesland Salzburg verschaffen will, kann – soferne keine eigenen Forschungen durchgeführt wurden – auf eine Fülle von zumeist kleineren Arbeiten zurückgreifen, die in diversen Periodika erschienen sind. Auffallend ist, dass in ihnen häufig auf ältere An- und Aufsätze verwiesen wird und auch die wenigen Versuche einer umfassenderen Darstellung des Brauchgeschehens (nur selten – in Bezug auf methodisches Vorgehen, Seriosität der Quellen und historische Analyse – kritisch hinterfragt) noch in der Verweisliteratur aufscheinen: Karl Adrians „Von Salzburger Sitt’ und Brauch“,[1716] 1924 erschienen, oder Viktor Gerambs „Sitte und Brauch in Österreich“,[1717] dessen auf Salzburg bezogene Abschnitte sich nur in Details von denen unterscheiden, die schon in der 1. Auflage dieses Buches, mit dem Titel „Deutsches Brauchtum in Österreich“[1718] gleichfalls im Jahre 1924 veröffentlicht, zu finden sind. Die detailreichen Schilderungen in Karl Zinnburgs Salzburger Volksbräuche“, auch schon vor dreißig bzw. fünfundzwanzig Jahren publiziert,[1719] entbehren, was das Alter der Bräuche betrifft, eigenständiger historischer Forschung und Analyse.

Die „Ergebnisse“ der Salzburger Brauchforschungen Richard Wolframs, ein halbes Jahrhundert zurückliegend, werden daher, weil den Eindruck besagter, anderswo fehlender „historischer Forschung und Analyse“ vermittelnd, vielfach immer noch als „gültig“ angesehen und zitiert, seine ideologischen Begriffe (Gemeinschaft, Kontinuität, Tradition und Volk etwa) und Interpretationen (die in der Regel die erfolgreiche Suche nach dem möglichst germanischen, zumindest aber vorchristlich-heidnischen Ursprung und „eigentlichen“ Sinn von Bräuchen widerspiegeln) unhinterfragt übernommen. Auch wenn Wolfram jüngere Einflüsse, Innovationen und Wandel im Brauchbereich durchaus erkannt hat: Eigentliches Anliegen war ihm der Nachweis jahrhundertelanger Kontinuität, die Möglichkeit der Brauchforschung, „dunkle Zeiträume zu erhellen und selbst ohne die Brücke schriftlicher Archivnachrichten Zusammenhänge und weit zurückliegende Wanderbewegungen sichtbar zu machen“.[1720]

Direkt auf die Germanen zu verweisen, erschien dem karrierebedachten Wissenschaftler Wolfram nach 1945 nicht immer opportun; dennoch ist Hermann Bausinger zuzustimmen, der die Wolfram’sche Ideologie, die diesen mit den weiteren Mitgliedern der sogenannten „Wiener Männerbundschule“ (Lily Weiser, Otto Höfler, Robert Stumpfl) verband und die seiner Karriere im Nationalsozialismus durchaus förderlich war, mit einem Satz umrissen hat: „[...] in dieser germanistischen Schule war Kontinuität in erster Linie Fortdauer der ‚völkischen Substanz‘, es ging um die germanische Kontinuität“, die, nochmals Bausinger, für die Vertreter einer nationalsozialistischen Volkskunde kein Problem war, „sondern ein jeglicher wissenschaftlichen Untersuchung vorgeschalteter Glaubenssatz“.[1721]

Was Wolframs Glauben betrifft, so wirkt er, wie bereits angedeutet, bis heute nach; daher ist es im Rahmen dieses Projektes erforderlich, sich nicht nur mit seinen Beiträgen zu Salzburger Bräuchen des Weihnachtskreises auseinanderzusetzen, sondern in gebotener Kürze auch seine Beziehungen zu diesem Bundesland darzulegen. Schließlich verwahrt das „Salzburger Landesinstitut für Volkskunde“ nicht nur seinen gesamten Nachlass, sondern hat es sich seit geraumer Zeit zur Aufgabe gemacht, diesen nicht nur als einen zum Teil ungehobenen Schatz zu betrachten. Seinen wahren Wert erkennt man wohl erst, wenn man die ideologischen Verfärbungen beseitigt – dazu einen zwangsläufig kurzen Beitrag zu leisten ist ebenfalls Aufgabe dieses Beitrags.

5.25.2.2. Richard Wolfram und Salzburg (I)

Mit Schreiben vom 13. Juli 1938 wurde Richard Wolfram,[1722] Privatdozent für „Germanische Volkskunde und Neuskandinavistik“ an der Universität Wien, im Auftrag des Reichsführers-SS Heinrich Himmler zum Leiter der „Lehr- und Forschungsstätte für germanisch-deutsche Volkskunde“ in Salzburg ernannt, einer Abteilung der „Außenstelle Süd-Ost“ der Himmler unterstellten „Forschungs- und Lehrgemeinschaft ‚Das Ahnenerbe‘“.[1723] Mit diesem Bundesland hatte sich der 1901 in Wien geborene Wolfram, 1926 an der Wiener Universität promoviert und zehn Jahre später habilitiert,[1724] bislang vor allem als Volkstanz-, aber auch als Brauchforscher beschäftigt.[1725] Für seine Bestellung war das allerdings kaum ausschlaggebend; entscheidend war dafür wohl seine familienbedingt großdeutsche Einstellung, seine illegale Mitgliedschaft bei der NSDAP sowie die Tatsache, dass er – Schüler des Wiener Altgermanisten Rudolf Much – wissenschaftlich bereits als „Erschließer des germanischen Erbes“ ausgewiesen war und somit den Zielsetzungen des „Ahnenerbes“ entsprach.[1726] Zudem besaß er in seinem gleichaltrigen Freund und Studienkollegen Otto Höfler, 1938 unter tatkräftiger Mithilfe des „Ahnenerbes“ als Professor nach München berufen, einen durchschlagskräftigen Mentor im „Altreich“.

Die Tätigkeit der Salzburger „Lehr- und Forschungsstätte“ war jedoch keineswegs auf den damaligen Reichsgau Salzburg beschränkt, sondern sollte nach Wolframs Vorstellungen primär zwei Hauptgesichtspunkten nachgehen: „I. Wie weit ist die Ostmark in den Grundlagen ihres Volkstums germanisch bestimmt? II. Welche germanisch-deutsche Ausstrahlung lässt sich im nahen Südosten nachweisen?“[1727]

Die vorliegenden Arbeitsberichte zeigen denn auch nur wenige regionale Schwerpunkte; überdies beeinträchtigten die Ernennung Wolframs zum außerplanmäßigen Universitätsprofessor für „germanische und deutsche Volkskunde“ an der Universität Wien am 29. Juni 1939 und seine dortige Lehrtätigkeit, der bald darauf erfolgte Kriegsausbruch sowie in der Folgezeit die sonstigen Tätigkeiten Wolframs für das „Ahnenerbe“ (als Mitglied der Kulturkommissionen für Südtirol und die Gottschee sowie im Rahmen des „Germanischen Wissenschaftseinsatzes“ in West- und Nordeuropa)[1728] die Arbeit in Salzburg. Dort war lediglich Wolframs wissenschaftliche Assistentin Friederike Prodinger verblieben, nachdem der Sitz der Abteilung offiziell nach Wien verlegt worden war.

Geldmangel und Personalknappheit machten die vorgesehenen großräumigen Forschungen in Kriegszeiten weitgehend unmöglich; allerdings versuchte Wolfram für die Zeit nach dem „Endsieg“ vorzusorgen, indem seine verbleibenden Salzburger „Aktivitäten“ vor allem der Bekämpfung der sich dort entfaltenden „Gegenseite“ galten, den Mitarbeitern der „Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde“ und ihrer Untergruppierungen, die dem konkurrierenden „Amte Rosenberg“ unterstanden.[1729] Die wissenschaftliche Vorherrschaft der im „Ahnenerbe“ betriebenen Volkskunde abzusichern und seine eigene Position im Lande zu stärken war dazumal ganz offensichtlich Wolframs dringlichstes Anliegen.

5.25.2.3. Richard Wolfram und Salzburg (II)

1945 brachte an Stelle des erhofften „Endsieges“ das Ende des „Ahnenerbes“ und seiner Forschungseinrichtungen, die Entlassung Wolframs aus dem Universitätsdienst sowie den Verlust seiner akademischen Lehrbefugnis (die ihm erst 1954 wieder zuerkannt wurde). Er hatte sich mit seiner Frau zu Kriegsende aus Wien und Traismauer nach Salzburg zurückgezogen; dort war er dann „für neun Jahre als Freischaffender [...] tätig“.[1730] Ausschlaggebend für diesen Rückzug in den und den Verbleib im Westen mögen mehrere Gründe gewesen sein: dass Salzburg in der amerikanischen Besatzungszone lag, dass die „Entnazifizierung“ von Mitgliedern der NSDAP hier relativ schnell abgeschlossen wurde und vor allem, dass er eine Reihe von ausgezeichneten persönlichen und fachlichen Kontakten zu Personen besaß, die, wiewohl ehemalige Parteigenossen, relativ bald wieder in ihren ursprünglichen bzw. neuen öffentlichen Funktionen tätig waren und in der Kultur- und Wissenschaftsszene Salzburgs neuerlich Einfluss besaßen:

Kuno Brandauer war 1949 zum Obmann des Landesverbandes der Trachten- und Heimatvereine gewählt und schon ein Jahr vorher wieder in den Landesdienst aufgenommen worden, wo er zuerst für das Sachgebiet „Salzburger Heimatwerk“ tätig war, ein Ressort, das kurz darauf in eine Dienststelle für Heimatpflege unter Brandauers Leitung umgewandelt wurde; Tobi Reiser gehörte ab 1948 als ständiger Vertreter des Obmanns dem Vorstand der Genossenschaft „Salzburger Heimatwerk“ an, deren Geschäftsführer er 1949 wurde;[1731] Friederike Prodinger hatte man schon 1947 in den Museumsdienst aufgenommen, nachdem sie bereits seit 1940, neben ihrer Tätigkeit als Wolframs Mitarbeiterin, für das Salzburger Museum Carolino Augusteum gearbeitet hatte.[1732]

Wolfram fasste in Salzburg schnell Fuß: Ungeachtet des Verlusts der Lehrbefugnis weiterhin als Universitätsprofessor tituliert, hielt er wissenschaftliche Vorträge, war, seine nationalsozialistischen Aktivitäten verschweigend, 1948 zum 2. Vorstandsmitglied des Heimatwerks gewählt worden, wurde 1949 vom Landeshauptmann Dr. Klaus geehrt, nahm 1951 am volkskundlichen Kongress in Jugenheim/Deutschland als Vertreter Salzburgs teil.[1733] Außer für seine Salzburger Brauch- und Glaubensaufnahmen, auf die hier noch zurückzukommen ist, nutzte er die Zeit für eine Reihe von Aufsätzen, in denen er auf frühere Tanzforschungen, seine Aufnahmen in den deutschsprachigen Gebieten des östlichen Mitteleuropa sowie in Südtirol und in der Gottschee zurückgriff. Sein auch für interessierte Laien gedachtes Buch „Die Volkstänze in Österreich und verwandte Tänze in Europa“ erschien 1951 im Salzburger Otto Müller Verlag,[1734] der ab 1955, sicherlich über Vermittlung Wolframs, das „Jahrbuch der Volkskunde der Heimatvertriebenen“ herausgab, in dem die Vertreter der früheren „Sprachinselvolkskunde“ ein geeignetes Publikationsorgan für ihre (Nachkriegs-)Forschungen besaßen.

1954 kehrte Wolfram nach Wien zurück und nahm seine Lehrtätigkeit wieder auf, ohne dass dadurch seine Verbindungen zu Salzburg abbrachen. 1959 wurde er an der Universität Wien zum außerordentlichen, 1963 zum ordentlichen Universitätsprofessor für österreichische und europäische Volkskunde ernannt, die er bis 1972 am von ihm 1961 wiederbegründeten Institut für Volkskunde vertrat. Ab 1959 leitete er überdies als Vorsitzender die wissenschaftliche Kommission für den Volkskundeatlas in Österreich (ÖVA), der 1980 seinen Abschluss fand. Der vielfach geehrte Wissenschaftler, u. a. wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften seit 1971, brachte damals seine Verbundenheit mit dem Bundesland Salzburg dadurch zum Ausdruck, dass über seine Veranlassung das gesamte (auch unausgewertete) Material des ÖVA dem in Gründung befindlichen und 1983 institutionalisierten „Salzburger Landesinstitut für Volkskunde“ übereignet wurde. Dafür zeichnete man den zu dieser Zeit noch als „Mäzen“ Verehrten[1735] 1984 mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Landes Salzburg „für besondere Verdienste um die Gründung“ besagter Einrichtung aus, die 1985 die Zusatzbezeichnung „Richard-Wolfram-Forschungsstelle“ erhielt.[1736] Unmittelbarer Anlass dafür war die Schenkung seiner gesamten Forschungsaufzeichnungen und -unterlagen samt umfangreicher Fotosammlung, der Manuskripte, des Briefwechsels und der großen Privatbibliothek an das Institut.

Als Wolfram 1995 hochbetagt starb, war allerdings schon klar, dass Schenkung und Namensbenennung nicht nur Aufgaben, sondern auch Probleme mit sich bringen sollten: Die „braunen“ Flecken auf der ohnehin nicht ganz weißen Forscherweste waren inzwischen durch Publikationen deutlicher hervorgetreten,[1737] wodurch auch die Qualität und scheinbare Objektivität seiner Materialien (schon vorher, etwa von Helmut Paul Fielhauer und Ingeborg Weber-Kellermann kritisiert, aber in Salzburg anfänglich kaum wahrgenommen) zumindest angezweifelt werden mussten. Eine kritische Analyse des Wolfram’schen Nachlasses war geboten und wurde, worauf hier nicht weiter einzugehen ist, umgehend in Angriff genommen. Von dieser kann, wie eingangs schon erwähnt, auch seine „Brauchtumsaufnahme im Lande Salzburg“ nicht ausgenommen werden; sie soll im folgenden Kapitel, vorerst nur auf Grundlage der vorliegenden Veröffentlichungen, zumindest ansatzweise versucht werden.

5.25.2.4. Die „Brauchtumsaufnahme im Lande Salzburg“

1987, in seinem Buch über „Das Wagrainer und Großarler Jahr in Brauch und Glaube“, welches das von ihm geförderte Salzburger Landesinstitut als Band 2 seiner Schriftenreihe herausgab, kam Richard Wofram noch- und letztmals ausführlich auf seine Forschungsmethoden und insbesondere die Tätigkeit in Salzburg zu sprechen, weil das genannte Werk ebenfalls ein Ergebnis besagter Aufnahmen (in den Jahren 1941, 1945/46, ergänzt um Nachbefragungen aus 1981) war.[1738] Beeinflusst von der großangelegten Fragebogenaktion des Atlas der deutschen Volkskunde, die Ende der 20er-Jahre des vorigen Jahrhunderts in Angriff genommen worden war, und geprägt durch seine Schwerttanzforschungen „an Ort und Stelle“, die „ein Jahrzehnt des Reisens in Europa“ bedingten und zu seiner Habilitationsschrift „Schwerttanz und Männerbund“[1739] führten, ging Wolfram als Mitglied der „Kulturkommission zur Bergung der Kulturgüter in Südtirol (die ab 1940 im Auftrag des „Ahnenerbes“ die Option und geplante Umsiedlung der deutschsprachigen Südtiroler begleitete und in der er für die Aufnahme von „Brauchtum und Volksglauben“, aber auch der Volkstänze zuständig war[1740]) daran, ein „kombiniertes System“ zu entwickeln:

„Durch Fragebogen wurde ein Grundstock des Stoffes zu erfassen gesucht, wobei ich mir zum Ziel setzte, jeden Ort zu berücksichtigen. Die Fragebogen dienten mir aber nur als Tastorgane. Ich fuhr dann selbst noch in jeden Ort des Landes und fragte den gesamten Stoff bei mehreren Gewährsleuten der verschiedenen Altersstufen ab. Schließlich trachtete ich, das wichtigste Brauchtum auch selbst mitzuerleben und konnte so in direkter Beobachtung ergänzen, was beim Befragen vielleicht durch die Maschen geschlüpft war. Diese Forschungen habe ich später auch auf Nordtirol, Osttirol und das Trentino ausgedehnt, um einen Gesamtrahmen zu erhalten. Nach dem Zweiten Weltkriege suchte ich mir Überblicke über ganz Österreich zu verschaffen. Sie mündeten schließlich im ‚Österreichischen Volkskundeatlas‘, der nach 27 Jahren Arbeit abgeschlossen werden konnte. Ein Stück auf diesem Wege war die Brauchtumsaufnahme, die ich von 1945–1954 im Lande Salzburg unternahm. Im Gegensatz zu Tirol wurde sie nicht vollendet, da ab 1954 der Österreichische Volkskundeatlas seine Befragungen aufnahm und man die Gewährsleute nicht überlasten konnte. Immerhin hatte ich sämtliche Orte Salzburgs vorher schon durch zwei ausführliche Fragebogen erfasst und außerdem einen bedeutenden Teil der Ortschaften auch in direktem Besuch abgefragt. Im Lungau sogar jeden Ort. Die Ergebnisse dieser Arbeiten enthalten fünf Karten des Salzburg-Atlasses, auch eine Reihe von Publikationen war einzelnen Themen gewidmet.“[1741]

Ein erster Bericht war bereits 1952 in den „Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde“ erschienen, den der Autor ebenfalls mit grundsätzlichen Überlegungen einleitete, vor allem zu den Vorteilen der kartografischen Methode als Darstellungs- und Erkenntnismittel, aber auch zur Notwendigkeit, zusätzlich zu den Antworten auf Fragebögen Ergebnisse direkter Befragung und Beobachtung heranzuziehen. Allerdings war Wolfram die doch recht beschränkte Auswahl des Stoffes für Kartenzwecke nicht ausreichend, „denn unser Volksleben ist in einer gewaltigen und raschen Umbildung begriffen. Die Tempobeschleunigung ist so groß, dass manche Entwicklungen, die früher Jahrzehnte brauchten, heute in wenigen Jahren vor sich gehen. Wir sind die letzte Generation, die aus dem Munde der Alten noch genaue Kunde von früheren Überlieferungsschichten erhalten kann. Mit jedem, der ins Grab sinkt, vermindert sich unsere Erkenntnismöglichkeit unwiederbringlich. Zudem muss der Fluss der Entwicklung in solch entscheidenden Zeiten gleichfalls beachtet und erforscht werden.“ Daher plädierte er für „eine umfassende Bestandsaufnahme, die eigentlich erst das volle Leben gibt. Sie muss aber systematisch und nach modernen Methoden geschehen, so dass sie gleichzeitig die Grundlagen für Karten abgeben kann.“

Als „Nutzanwendung für Salzburg“, nicht nur für die Karten des geplanten Regionalatlas, ergab sich für Wolframs Vorhaben, „Brauchtum und Volksglauben“ zu dokumentieren, die Notwendigkeit einer – auch europäische Aspekte einbeziehenden – Flächenforschung in Kombination mit historischer Tiefenforschung und Berücksichtigung soziologischer Gesichtspunkte, mit der er „aus eigener Initiative“ nach 1945 begonnen hatte. Anstoß dafür waren nicht nur seine Südtiroler Erfahrungen, sondern das Fehlen jüngerer Untersuchungen: „Auf dem großen Gebiete des Brauchtums und Volksglaubens gibt es zwar Arbeiten der älteren Generation, vor allem des Bahnbrechers dieser Forschung in Salzburg, Schulrat Karl Adrian. Vieles von dem, was er und Marie Andree-Eysn damals sammelten, wäre heute nicht mehr so zu erfragen. Auch Michael Dengg ist hier zu nennen. Die auf meine Anregung hin erfolgte Neubearbeitung seines Buches ‚Von Salzburger Sitt und Brauch‘ konnte Adrian noch vollenden, sie blieb ungedruckt. Was diese Männer ohne fachliche Grundausbildung sich aus eigenem erarbeitet haben, ist eine große Leistung. Daß ihre Ergebnisse vielen Anforderungen, die wir heute stellen müssen, nicht mehr entsprechen, kann ihnen nicht zur Last gelegt werden. Denn die Volkskunde als Wissenschaft hat sich während der letzten Jahrzehnte außerordentlich entwickelt. Wir gehen mit neuen Gesichtspunkten, neuen Fragestellungen und neuen Methoden an die Dinge heran.“[1742]

Diesem letzten Satz wird man auch aus heutiger Sicht nicht widersprechen; er bedeutet jedoch, dass die „neuen“ Gesichtspunkte, Fragestellungen und Methoden Wolframs, mit denen er an die Salzburger „Dinge“ herangegangen ist, gleichfalls kritisch hinterfragt werden müssen – dies vor allem aus zwei Gründen:

  • Zum einen, weil Richard Wolfram das in den folgenden Jahrzehnten seines Lebens nicht getan hat; er hat seine Zugangs- und Interpretationsweisen bis ins hohe Alter vertreten[1743] und abweichende Meinungen, neuere Forschungsergebnisse sowie Ansätze zeitgemäßer Brauchforschung entweder bekämpft oder gar nicht zur Kenntnis genommen.

  • Zum anderen greifen, darauf ist einleitend bereits hingewiesen worden, bis in die Gegenwart viele Autorinnen und Autoren populärwissenschaftlicher Brauchabhandlungen auf Wolframs Aufsätze zurück und wiederholen nicht nur seine Beschreibungen, sondern auch seine ideologischen Ursprungshypothesen, die er als weit über Achtzigjähriger noch in den Eckartschriften der deutschnationalen „Österreichischen Landsmannschaft“ unter die gleichgesinnte Leserschaft bringen durfte.[1744]

Methoden und Ergebnisse von Wolframs Salzburger Forschungen (anlassbezogen primär am Beispiel von Bräuchen des Weihnachtsfestkreises) aus heutiger Sicht kritisch zu hinterfragen, war Inhalt eines Seminars, das unter Leitung des Autors am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien im Sommersemester 2001 durchgeführt wurde. In den folgenden zwei Unterkapiteln wird zusammengefasst, was die Analyse der salzburgbezogenen Veröffentlichungen ergeben hat: also der einschlägigen Berichte über die Brauchtumsaufnahme in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (speziell zum Anklöckeln, zum Frautragen, zum Aufhängeverbot in den Zwölften und zum Weihnachtsstroh[1745]), der Beiträge im Salzburg-Atlas[1746] sowie der Karten und Kommentare im Österreichischen Volkskundeatlas (zu Adventkranz, Christbaum und Weihnachtsgrün sowie den Perchtengestalten[1747]).

5.25.2.5. Kritik I: Die Methoden

Zumindest theoretisch überzeugend ist immer noch der Methodenmix, den Wolfram angewendet hat: die Verbindung von Fragebogen, mündlicher Befragung, teilnehmender Beobachtung, historischer Forschung und der bei wissenschaftlichen Arbeiten ohnehin selbstverständlichen Einbeziehung vorhandener Literatur. Angesichts der außerordentlichen Dichte des Belegortenetzes sind die detaillierten Beschreibungen der Brauchabläufe und der manchmal sogar kleinregionalen Abweichungen auch noch aus heutiger Sicht eine bewunderswerte Leistung, die sich insoferne der Kritik entziehen, als eine Kontrolle über ihre – der Beschreibungen – Richtigkeit nach fünfzig Jahren kaum noch möglich ist.

Weder die Südtiroler noch die Salzburger Fragebögen hat Wolfram veröffentlicht; auch seine schriftlichen Aufzeichnungen standen den Studierenden und dem Lehrveranstaltungsleiter nicht zur Verfügung, so dass über eine – durch die schriftliche wie mündliche Fragestellung mögliche – Manipulation der Antworten nur Vermutungen angestellt werden konnten. Dass Wolfram die Fragen so stellte, dass die Antworten darauf seinen Erwartungen entsprachen, darf jedoch vermutet werden und ist durch eine erste Analyse der Südtiroler Fragebögen, die Ulrike Kammerhofer-Aggermann für einen noch unveröffentlichten Vortrag vorgenommen hat, auch bestätigt worden. Für Salzburg sei auf die Seminararbeiten verwiesen, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung von Robert Hoffmann und Ulrike Kammerhofer-Aggermann entstanden sind.

Berechtigte Zweifel dürfen hinsichtlich der von Wolfram angesprochenen Befragung „von Personen verschiedenen Alters“ angemeldet werden; Aufnahmen zeigen ihn regelmäßig mit alten Frauen und Männern sprechend, also mit den von ihm bevorzugten „guten Gewährsleuten und Überlieferungsträgern“.[1748] Nun wird man ihm das für die 40er- und 50er-Jahre kaum zum Vorwurf machen können, entsprach diese Vorgangsweise doch den damaligen Standards der volkskundlichen Feldforschung; ein Vierteljahrhundert später war jedoch klar, dass gerade dieses „Gewährsmanns-Prinzip“ zum Phänomen des „volkskundlichen Rücklaufs“ geführt hat, für Wolfram „ein aus der Verbreitung populärvolkskundlicher Kenntnisse und Missverständnisse stammendes Echo auf Fragen“.[1749] Was „Missverständnisse“ bzw. „populärvolkskundliche Kenntnisse“ waren, das glaubte zumindest Wolfram („das will gelernt sein“) feststellen zu können; in seinem Fall waren Antworten „richtig“, die seinen Kontinuitätsvorstellungen entsprachen. Neuere Ansätze und methodische Überlegungen zur Feldforschung, wie sie etwa dem von Utz Jeggle herausgegebenen Sammelband „Feldforschung“ zu entnehmen gewesen wären,[1750] hat er nicht mehr wahrgenommen – und ebenso nicht das Ende der an der Kulturraumforschung orientierten kartografischen Methode. Das wird man einem über Achtzigjährigen auch nicht zum Vorwurf machen; zudem bleiben Verbreitungskarten immer noch ein brauchbares Mittel zur Veranschaulichung von kulturellen Phänomenen in ihrer historischen Ausprägung.

Vorwerfen kann man ihm hingegen seine Art der „historischen Tiefenforschung“. Zwar greift er veröffentlichte historische Daten zu einzelnen Bräuchen auf, ohne jedoch in Salzburg eigene archivalische Forschungen betrieben zu haben. Solche aber sind notwendig; der von Wolfram immer wieder zitierte Altersgenosse Hans Moser hat mit seinen Aufsätzen gezeigt, welchen Wert archivalische Quellenforschungen besitzen, um die nachweisbaren Anfänge und den Wandel von Bräuchen dokumentieren zu können.[1751] Doch um historisch belegbare Nachweise ging es Wolfram nur zum Teil; er führt sie zwar, soweit sie ihm bekannt sind, an, will aber auf dem Wege des Vergleichs und der Heranziehung unterschiedlichster und nicht hinterfragter Quellen „jahrtausendealte Vorgänge erhellen“.[1752] Der Glaube an die Kontinuität seit frühester Zeit ersetzte dem „gestalthaften Seher“[1753] den Blick auf die nachvollziehbare Geschichte der Bräuche.

Ein konkretes Phänomen besteht aus einer Reihe von Brauchhandlungen und -attributen, die durchaus unterschiedlich alt sein können; erst nach ihrem Zusammentreten in Raum und Zeit wird man von einer Geschichte des Brauchs sprechen können. Wolfram hat durchaus erkannt, dass Bräuche mehrschichtig sein können, doch ihm ging es primär um das Herausarbeiten der „Altschichten“, wobei der „Glaube“ die Belege ersetzen musste. Historische Quellensequenz war offensichtlich ein Fremdwort für ihn, Wandel oftmals gleichbedeutend mit Verlust der Sinnhaftigkeit, „Folklorismus“ nicht die – wodurch auch immer bedingten – Erscheinungsformen von Bräuchen in der Gegenwart, sondern „Schablonen, [...] welche das eigentliche Studienobjekt der Volkskunde zu verändern und in den Hintergrund zu drängen drohen“.[1754] Dass es keine „falschen“ oder „echten“, sondern lediglich Funktionen gibt, keine „gute“ oder „schlechte“ Pflege des „Volksgutes“, dass die Volkskunde Kulturanalyse in Vergangenheit und Gegenwart zu betreiben hat – das alles war für ihn „neutönerisch“ und „soziologieverdächtig“.

5.25.2.6. Kritik II: Die Ergebnisse

Diese Einstellungen werden spürbar, wenn man die einzelnen Salzburger Bräuche, oder besser: die Bräuche in Salzburg, welche Wolfram in seinen Beiträgen behandelt hat, auf seine nicht exakt historisch nachvollziehbaren „Glaubenssätze“ hin untersucht: die Kontinuität seit der Vorzeit, das Nachwirken einer nur erschlossenen germanischen Mythologie und ebenfalls germanischer Geheimkulte in von Männern bzw. unverheirateten Burschen getragenen Bräuchen. Hermann Bausingers „Volkskunde“ aus dem Jahre 1970 hat er in seinen späteren Werken ebensowenig beachtet wie dessen 1969 erschienene Aufsätze zur Situation der Volkskunde sowie zur Kontinuität.[1755] Sie sind, das muss korrekterweise angemerkt werden, erst nach seinen Salzburg-Aufsätzen, aber vor seinen späteren Werken erschienen, in denen er von seinen früheren „Brauchdeutungen“ kaum abgerückt ist.

„Sinnerfülltheit“, auch in vielen Bräuchen, fand er lediglich „in uralt gewachsenen, überlieferten Formen“.[1756] Da sind, um ein erstes Beispiel zu bringen, die salzburgischen „Anklöckler“ an den Donnerstagen im Advent immer noch die Verwandelten der germanischen Zeit, „deren Tun mit außermenschlichen Kräften Berührung bringt“,[1757] da sind die für ihn nicht nur namentlich verwandten Glöckler mit ihren erleuchteten Lichterkappen, die am Abend vor dem Dreikönigstag durch Orte im Salzburgischen und im Salzkammergut laufen, gleichfalls der „Altschicht des alpenländischen Brauchtums“ zuzurechnen.[1758] Dass die frühesten urkundlichen Belege für den Heischebrauch in den „Klöpfelnächten“ aus dem späten Mittelalter stammen, wie Hans Moser bereits 1951 gezeigt hat,[1759] und dass das „Glöcklerlaufen“ gar erst nach der Mitte des 19. Jahrhunderts nachgewiesen ist,[1760] hindert Wolfram keineswegs, beide Bräuche als besagte „Altschicht“ anzusprechen, der für ihn auch alle Perchtengestalten als der germanischen Mythologie zuordenbar angehören, wiewohl auch da die frühesten Belege erst aus dem 16. Jahrhundert stammen.[1761]

Wenn der Tanz der Pinzgauer „Tresterer“ seine Wurzeln „in grauer Vorzeit, im Bereiche der ‚alten Religion‘“ hat,[1762] so können für ihn die Maskengestalten der Tanzenden nicht jünger sein. Selbst bei der „Herbergssuche“ im Advent, die erst in Weihnachtsspielen der frühen Neuzeit thematisiert und in der Form des „Frautragens“ im Salzburgischen erstmals für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts belegt ist,[1763] vergisst Wolfram nicht, auf altgermanische Parallelen wie den Freysumzug, die norwegischen „Disir“, die althochdeutschen „Idisi“ sowie Frau Holle zu verweisen; in diese „Empfindungswelten ließen sich auch verschiedene Züge des Frautragens einordnen“.[1764]

Das „Strohaufbreiten“ zu Weihnachten, zuerst 1796 erwähnt, führt ihn ebenso, wenngleich der Brauch nicht „in all seinen Ursprüngen“ zu deuten ist, zu „Fruchtbarkeitsbrauch und Seelenglaube“,[1765] die er auch in den Überlieferungen von Weihnachtsgast und „Heiligem Mahl“[1766] am 24. Dezember sowie in den „Aufhängsverboten“ zwischen Weihnachten und Dreikönig ortet – denn „was in den Zwölften hängt, gilt oder galt als Opfergabe an jenseitige Mächte“.[1767] Dass selbst bei Adventkranz und Christbaum, deren Geschichte und Verbreitung in Österreich von Wolfram durchaus präzise und entlang der Quellen nachgezeichnet werden,[1768] der Hinweis auf ältere Vorformen weihnachtszeitlichen Grüns nicht fehlen darf, mag nach obigen Hinweisen wohl niemanden mehr zu erstaunen – und ebenso nicht, dass Autoren, die auf die christlichen Wurzeln von bestimmten Jahresbräuchen verwiesen bzw. den starken und prägenden Einfluss des Christentums auf diese in den Vordergrund stellten, vor seinen Augen wenig wissenschaftliche Gnade fanden.

Erstaunlich ist vielmehr, dass, wie schon mehrfach angemerkt, Wolframs Interpretationen vielfach unhinterfragt übernommen werden und dass es in Salzburg bislang nur relativ wenige Versuche gab, seine Themen, neuere Forschungen einbeziehend, abermals aufzugreifen und, durchaus unter Heranziehung der von ihm hinterlassenen Beschreibungen, gegen den bisherigen Strich zu bürsten. Dass das ertragreich sein kann, haben etwa Ulrike Kammerhofers Perchtenaufsatz[1769] oder etliche Beiträge des Salzburger Perchtensymposiums aus dem Jahre 1992 gezeigt.[1770] Dass es dabei nicht ohne Kontroversen abging, sei hier zumindest angeführt; es schmerzt eben, wenn vermeintlich jahrtausendealte Brauchgeschichte auf Jahrhunderte oder Jahrzehnte geschrumpft wird und deren seinerzeitige wissenschaftliche Proponenten plötzlich als das dastehen, was sie, zumindest in Teilbereichen ihrer Arbeiten, waren: volkstumsideologische Fantasten.

5.25.2.7. Epilog

Es galt in diesem kurzen Beitrag Tendenzen herauszuarbeiten, die in Wolframs Arbeiten (nicht nur zu Bräuchen) sichtbar, fallweise auch nur spürbar werden. Es sei abschließend wiederholt, was schon an anderer Stelle ausgeführt wurde:[1771] Es geht nicht um vordergründige Kritik des Wertes Wolfram’scher Brauchaufzeichnungen, die für künftige Forschungen und Interpretationen selbstverständlich von Wert sind, soferne man quellenkritisch an sie herangeht (was in Salzburg ohnehin geplant ist bzw. bereits geschieht), es geht auch nicht um sein aufwendiges flächendeckendes und daher auch heutigen Anforderungen entsprechendes Befragungssystem (sehr wohl aber um die Art der Befragung, die zu kritisieren ist), es geht vielmehr darum, was „ein Wissenschaftler mit großer europäischer Materialkenntnis“, wie Ingeborg Weber-Kellermann Richard Wolfram genannt hat, daraus gemacht hat. In einer kurzen Kritik von Wolframs 1972 erschienenem Bändchen „Prinzipien und Probleme der Brauchforschung“ fand die Marburger Volkskundlerin „die alten Bestrebungen um ‚Wesensbestimmung‘ und ‚Brauchdeutung‘ nochmals voll mobilisiert. Die genüssliche Ausbreitung des Natürlichen und ‚Urhaften‘, die Deutungsangebote im Bereich von Ahnenverehrung, Fruchtbarkeitskult und männerbündisch-sozialem Brauchtum [...] zeigen trotz einiger Bemühungen um moderneres Vokabular das Fach im vollen Gepräge einer ‚konservativen Heilslehre‘.“[1772] Diesen vor fast dreißig Jahren formulierten Sätzen ist auch heute nichts hinzuzufügen.

Literatur

[Adrian 1924] Adrian, Karl: Von Salzburger Sitt’ und Brauch. Wien 1924.

[Bausinger 1969a] Bausinger, Hermann: Zur Algebra der Kontinuität. In: Bausinger, Hermann; Brückner, Wolfgang (Hg.): Kontinuität? Geschichtlichkeit und Dauer als volkskundliches Problem. Berlin 1969, S. 9–30.

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[Bausinger 1971b] Bausinger, Hermann: Volkskunde. Von der Altertumsforschung zur Kulturanalyse. Berlin [u. a.] 1971 (Das Wissen der Gegenwart/Abt.: Geisteswissenschaften).

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[BockhornO 1991] Bockhorn, Olaf: Volkskundliche Filme des SS-Ahnenerbes in Südtirol. In: Johler, Reinhard [u. a.] (Hg.): Südtirol im Auge der Ethnographen. [Der Großteil der in diesem Band versammelten Aufsätze wurde in dieser oder in einer ähnlichen Form auf der Tagung „Im Auge der Ethnographen, Volkskultur und Südtirol“ vom 5. bis 7. Mai 1989 in Lana vorgestellt]. Wien [u. a.] 1991 (Supplement des Prokurist), S. 105–135.

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[BockhornO 1994d] Bockhorn, Olaf: Vom „gestalthaften Sehen“ zur „demokratischen Kulturgeschichtsschreibung“. In: Jacobeit, Wolfgang [u. a.] (Hg.): Völkische Wissenschaft. Gestalten und Tendenzen der deutschen und österreichischen Volkskunde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Helmut Paul Fielhauer gewidmet. Wien [u. a.] 1994, S. 617–625.

[BockhornO/Eberhart 1996] Bockhorn, Olaf; Eberhart, Helmut: Volkskunde im Reichsgau Salzburg. Institutionen – Personen – Tendenzen. In: Haas, Walburga (Hg.): Volkskunde und Brauchtumspflege im Nationalsozialismus in Salzburg. Referate, Diskussionen, Archivmaterial. Bericht zur Tagung am 18. und 19. November 1994 in der Salzburger Residenz. Salzburg 1996 (Salzburger Beiträge zur Volkskunde 8), S. 57–80.

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[Lendl 1955] Lendl, Egon [u. a.] (Hg.): Salzburg-Atlas. Bundesland Salzburg in 66 Kartenblättern. 2 Teile. Salzburg 1955.

[LixfeldG 1994] Lixfeld, Gisela: Das „Ahnenerbe“ Heinrich Himmlers und die ideologisch-politische Funktion seiner Volkskunde. In: Jacobeit, Wolfgang [u. a.] (Hg.): Völkische Wissenschaft. Gestalten und Tendenzen der deutschen und österreichischen Volkskunde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Helmut Paul Fielhauer gewidmet. Wien [u. a.] 1994, S. 217–255.

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[Rumpf 1991] Rumpf, Marianne: Perchten. Populäre Glaubensgestalten zwischen Mythos und Katechese. Würzburg 1991 (Quellen und Forschungen zur europäischen Ethnologie 12).

[Weber-Kellermann 1973] Weber-Kellermann, Ingeborg: Vorwort. Brauch und seine Rolle im Verhaltenscode sozialer Gruppen. In: Herr, Wilhelm (Herstellung): Brauch und seine Rolle im Verhaltenscode sozialer Gruppen. Eine Bibliographie deutschsprachiger Titel zwischen 1945–1970. Marburg 1973 (Marburger Studien zur vergleichenden Ethnosoziologie 1), S. I–V.

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[WolframR 1958] Wolfram, Richard: Neue Nachrichten zum Aufhängeverbot in den Zwölften. 4. Bericht von der Brauchtumsaufnahme in Salzburg. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 98 (1958), S. 213–217.

[WolframR 1960] Wolfram, Richard: Das Weihnachtsstroh. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 100 (1960), S. 533–543.

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[WolframR 1970] Wolfram, Richard: Plädoyer für gestalthaftes Sehen. In: Zeitschrift für Volkskunde 66 (1970), S. 28–32.

[WolframR 1971] Wolfram, Richard: Herbergsuchen (Frautragen). In: Kommission für den Volkskundeatlas in Österreich (Hg.): Österreichischer Volkskundeatlas. Wien [u. a.] 1968/73, Kommentar III, Lfg. 4 (1971), Bl. 70.

[WolframR 1972] Wolfram, Richard: Prinzipien und Probleme der Brauchtumsforschung. Wien [u. a.] 1972 (Sitzungsberichte/Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse 278,2).

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[WolframR 1987] Wolfram, Richard: Das Wagrainer und Großarler Jahr in Brauch und Glaube. Salzburg 1987 (Salzburger Beiträge zur Volkskunde 2).

[WolframR 1988] Wolfram, Richard: Mittwinterbrauchtum. Wien 1988 (Eckartschriften 107).

[Zinnburg 1972] Zinnburg, Karl: Salzburger Volksbräuche. Salzburg 1972.

[Zinnburg 1977] Zinnburg, Karl: Salzburger Volksbräuche. 2. Aufl. Salzburg 1977.



[1713] Kurzfassung von Ulrike Kammerhofer-Aggermann.

[1722] Zur Person Richard Wolframs vgl. insbesondere die Beiträge: [BockhornO 1994a], [BockhornO 1994b], [BockhornO 1994d], [Eberhart 1994b].

[1723] [Eberhart 1994b], hier S. 549 f.

[1724] Das 1934 eingeleitete Habilitationsverfahren wurde erst 1936 ministeriell bestätigt; siehe dazu: [BockhornO 1994a], hier S. 485–487.

[1726] [LixfeldG 1994], hier S. 219.

[1727] [Eberhart 1994b], hier S. 551.

[1729] [BockhornO/Eberhart 1996], insbes. S. 66 ff.

[1730] [Kammerhofer 1987b], hier S. 156.

[1731] Zu Kuno Brandauer und Tobi Reiser vgl.: [Kerschbaumer 1996b], insbes. S. 339 ff.

[1732] [Haas 1996b], hier S. 365: Senatsrat Dr. Friederike Prodinger.

[1733] [Kerschbaumer 1996b], hier S. 349–351.

[1736] [Kammerhofer 1987b], hier S. 157.

[1737] [BockhornO 1987]. – [BockhornO 1989]. – [Bockhorn 1994b].

[1740] [BockhornO 1994b], hier S. 566–568. – [BockhornO 1991].

[1741] [WolframR 1987], hier S. 21.

[1742] [WolframR 1952], hier S. 164–166.

[1746] [Lendl 1955] (darin Karten und Kommentare von Richard Wolfram).

[1747] Außer den genannten Karten und Kommentaren im Österreichischen Volkskundeatlas wurden weitere einschlägige Aufsätze Wolframs untersucht, die Hinweise auf Salzburg enthalten.

[1748] [WolframR 1952], hier S. 167.

[1757] [WolframR 1955], hier S. 207.

[1758] [WolframR 1955], hier S. 206.

[1761] [Rumpf 1991]: zum Alter der Percht vgl. insbes. S. 122 ff.

[1762] [WolframR 1936a], hier S. 15.

[1765] [WolframR 1960], hier S. 540.

[1767] [WolframR 1954a], hier S. 52.

[1768] Vgl. die einschlägigen Kommentare im: [ÖVA 1959].

[1771] [BockhornO 1994d], hier S. 621.

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