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Kapitel 5. Traditionen und Gegenwelten

Inhaltsverzeichnis

5.1. Heimatwelten
5.2. Freizeitwelten
5.3. Alpine Welten
5.4. Jagd, Fischerei und Schützen
5.5. Halloween

5.1. Heimatwelten

5.1.1. Brauch und Heimat (Manfred Seifert)

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5.1.1.1. Bräuche sind soziale Handlungen

In der allgemeinen Auffassung bilden Bräuche einen wesentlichen Bestandteil der Heimatkultur. Damit verbindet sich die weitverbreitete Überzeugung, dass sich Bräuche hervorragend eignen, bei den Ausführenden und ebenso bei den Zuschauern ein Heimatgefühl zu erzeugen bzw. ihnen ein solches zu vermitteln. Wie aber schaffen Bräuche Heimat? Aufgrund welcher Kennzeichen scheinen sie geradezu wie geschaffen dafür zu sein?

Da das innere Gefühl der Beheimatung und noch mehr die äußere Tatsache der lebensweltlichen Verwurzelung an einem Ort bzw. in einer Region ganz entscheidend davon bestimmt werden, wie ein Mensch seine persönliche Identität in seinem Lebensumfeld finden kann und welche Identität ihm seine Mitmenschen zuerkennen, liegen die wesentlichen Einwirkungsmöglichkeiten von Bräuchen auf das Heimatbewusstsein im sozialen Bereich. Bräuche leben von der Art des zwischenmenschlichen Umgangs, wie sie selbst wiederum dieses Miteinander gestalten und beeinflussen. Hinter all den Kunstfertigkeiten und dem schmückenden Beiwerk sind Bräuche zuallererst soziale Handlungen und zwischenmenschliche Austauschprozesse, wenn sie nicht zu bloßen Schauveranstaltungen und Bühnenvorführungen für den Fremdenverkehr etc. geworden sind.

Eine lebensvolle Beheimatung, die über oberflächlich-romantisierende Heimatgefühle hinausgeht, lässt sich nur sehr eingeschränkt über heimattümelnde Brauchgestaltungen in historischen Gewändern, mit Kulissen traditioneller Regionalkultur und mit festgezurrtem Zeremoniell herbeiführen. Dort allerdings, wo Bräuche als soziale Gestaltungsformen im zwischenmenschlichen Austausch flexibel und jeweils der aktuellen Situation angepasst ausgeübt werden, kann Heimatbindung im eigentlichen – sozialen – Sinne entstehen.

5.1.1.2. Bräuche und Möglichkeiten der Beheimatung

Folgende vier Kennzeichen von Bräuchen, an denen sich Möglichkeiten der Beheimatung und der Ausbildung von Identität zeigen lassen, können ausgemacht werden: Bräuche in ihrer Bestimmung als Formen des sozialen Austausches zeichnen sich erstens dadurch aus, dass sie Ordnungen schaffen und versinnbildlichen. Zweitens bieten sie besondere Möglichkeiten der Gestaltung und des Ausdrucks. So offenbaren zum Beispiel die Brauchteilnehmer über ihre Art der Ausübung eines Brauches auch ihre Einstellungen, Wünsche und Sehnsüchte. Drittens ermöglichen Bräuche die Eigeninitiative und herausgehobene persönliche Aktivität, womit die Ausübenden ihren eigenen Bedürfnissen nachkommen und sich auch der Öffentlichkeit in besonderer Weise präsentieren können. Viertens bieten Bräuche auch die Chance, persönliche Identitäten zu stützen und den Einzelnen in eine Gruppe bzw. in sein Lebensumfeld zu integrieren.

Können in diesen vier Gesichtspunkten von Brauchhandlungen Wirkungsmöglichkeiten erkannt werden, die gefestigte, positive und ausgeglichene Identitäten fördern, so können sie andererseits auch für den Einzelnen belastende oder destabilisierende Folgen haben. Bräuche führen nicht automatisch zu sozialer Anerkennung, sondern sie sind in ihren Auswirkungen durchaus zwiespältig (wie etwa für die Gerügten bei Rügebräuchen).

Bei kritischer Betrachtung der gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen und der heute üblichen Ausführungsweisen von Bräuchen zeigt sich, dass insbesondere durch die Kommerzialisierung von Bräuchen und ihre gestalterische Erstarrung hinter traditionalistischen Kulissen gerade diejenigen Wirkungsmöglichkeiten auf eine sozial rückgebundene Persönlichkeitsbildung stark beeinträchtigt werden. Heimatbindung im sozialen Sinn kann entstehen, wo Bräuche als soziale Gestaltungsformen flexibel bleiben.

5.1.2. Volkskundliche Fotografie (Ulrich Hägele)[230]

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5.1.2.1. Probleme und Ziele der Fotoarchivierung

Wie der Archäologe braucht der Fotografieforscher Zeit und Geduld. Nur wenige Fotografien sind nach wissenschaftlichen Kriterien verzeichnet. Die meisten Fotografien besitzen keine Inventarnummer, noch gibt es kaum Findbücher oder Fotos, die aus klimagerechter Lagerung stammen. Oft sind nur noch verblasste Schatten zu erkennen, manche Bilder lösen sich überhaupt ins Nichts auf. Deshalb ist es sehr wichtig, die zu Dokumentationszwecken archivierten Fotografien, aber auch jene, die bei visuellen Feldforschungen entstanden sind, zu bewahren und objektiv zu dokumentieren.

Es kommt immer wieder vor, dass wertvolle Fotografennachlässe aus dem privaten oder professionellen Bereich in den Müll wandern. Dabei werden Zeugnisse der Alltagskultur unwiederbringlich zerstört. Hinterbliebene von Amateur- und Profifotografen wenden sich deshalb, sofern kein eigenes Interesse an der fotografischen Hinterlassenschaft besteht, an das Salzburger Landesinstitut für Volkskunde (Ulrike Kammerhofer-Aggermann) oder an das Österreichische Museum für Volkskunde in Wien.

Die Fotografie dient nicht nur zur Dokumentation, sondern wird über ikonografische Aspekte, Fragen der Visualisierung oder fachgeschichtliche Tradierung sowie ästhetische und kompositorische Komponenten selbst zum Forschungsgegenstand.

5.1.2.2. Der Glaube ans reale Abbild

Eine Eigenschaft, die der Fotografie zugeschrieben wird, ist ihr Wahrheitsgehalt. Generationen von Forscherinnen und Forschern gingen davon aus, dass eine Fotografie sehr nahe an der Realität liege bzw. die Realität selbst widerspiegele und dementsprechend nicht weiter zu erklären oder auszulegen sei. Der Glaube ans reale Abbild wurde so hoch gestellt, dass dabei oft das Abgebildete selbst auf der Strecke blieb. Im Gegensatz zu völkerkundlichen Aufnahmen wurde bei der volkskundlichen Fotografie weniger das Spektakuläre und Exotische aufgenommen, sondern das Volkskulturelle.

Die Fotografie des volkskundlichen Kanons wirkte in der Vergangenheit durch ihre Sicht auf Objekte und Menschen sinnstiftend nach innen. Die fotografierten und dann wieder hergestellten Gegenstände der heimischen Volkskultur weckten erst das Bedürfnis für den nostalgischen Blick zurück und trugen damit zur romantisierenden Sichtweise und einer Mythisierung bei. In der NS-Zeit wurde die „Völkische Fotografie“ zu ideologischen Zwecken eingesetzt.

Wir wissen heute, dass der Glaube von der realistischen Abbildungsweise der Fotografie in die Irre führt. Es ist wichtig, mit der Fotografie kritisch umzugehen. Wie jede historische Quelle erfordert auch das visuelle Medium für denjenigen, der mit ihm arbeiten will, eine eigene Herangehensweise und Methode zur Interpretation. Ebenso sind besondere Aspekte bei der Sammlung und Aufbewahrung von Fotografien zu berücksichtigen.

5.1.2.3. Frühe volkskundliche Methoden

Wesentliche Impulse für die volkskundliche Fotografie gingen von Fotografen, nicht von Wissenschaftlern aus. Die Volkskunde des 19. und frühen 20. Jahrhunderts war geprägt vom Bewahrungswillen – hierzu diente die Fotografie als wichtigstes visuelles Hilfsmittel.

Den entscheidenden Schritt zu einer systematisierten Handhabung der Fotografie im volkskundlichen Forschungsfeldleistete 1896 Michael Haberlandt in einem Beitrag, der zum ersten Mal die Begriffe „Photographie“ und „Volkskunde“ gemeinsam im Titel erwähnt. Hierzu entwickelte er motivische Schwerpunkte fotografischer Abbildungspraxis: Einerseits gab es die „anthropologischen Aufnahmen von Typenbildern der ländlichen Bewohner“, andererseits die „Aufnahmen zur Hauskunde“ und „Trachtenbilder“.

Vor dem Ersten Weltkrieg lieferte die Fotografie für die Volkskultur in Österreich insofern einen Beitrag, als sie über Illustration und Reproduktion erst die Grundvoraussetzungen für die Verbreitung volkskundlicher Themen anbot.

5.1.2.4. Impulse für die volkskundliche Fotografie

Der entscheidende Impuls, welcher in der Europäischen Ethnologie und Volkskunde dazu führte, die Fotografie stärker in die Forschung mit einzubeziehen, stammt von dem französischen Geografen Jean Brunhes (1869–1932).

Julie Heierli (1859–1938) – die Begründerin der Schweizerischen Trachtenforschung – ließ in bedeutendem Umfang methodische Überlegungen in ihre Arbeit einfließen: „Ich bemerke [...] ausdrücklich, dass es sehr am Platze ist, Aussagen alter Leute Vorsicht entgegenzubringen, da sie Sage und Wirklichkeit nur zu oft vermengen“, „Die Photographien geben die beste Erklärung“, dennoch müsse man immer genau hinsehen, ebenso seien stets Vorkenntnisse zu den abgebildeten Gegenständen erforderlich.

Zwischen 1935 und 1944 entwickelte sich in Amerika eine Bildauffassung, die bis heute prägend für eine ethnografisch orientierte Richtung in der Dokumentation von ländlicher Lebenswelt und Alltag bleiben sollte – die Bilder idyllisierten nicht, sie wirkten uninszeniert. Scheinbare „Nebensächlichkeiten“ (wie Kleidung, Automobile, Arbeitsgeräte, Nahrung, Werbung) wurden berücksichtigt, die Menschen erscheinen in ihrer gewohnten Umgebung. Für jedes Bild mussten Angaben über Zeit, Ort, Name, Funktion der Abgebildeten aufgenommen werden.

5.1.2.5. Die „Völkische Fotografie“

Die sogenannte „Völkische Fotografie“ hatte vor allem für das Hitler-Regime eine wichtige Bedeutung. Im Sinne der völkischen Ethnisierung wurde die Fotografie „als die berufene Vertretung einer hohen deutschen Volkskunst“ angesehen. Eines der wichtigsten Standbeine der völkischen Fotografie war die massenhafte Verbreitung in der gleichgeschalteten Presse und in Buchveröffentlichungen. Ein wissenschaftlich-kritischer Umgang mit der Fotografie und ihren Inhalten spielte keine Rolle. Mehr noch als die Sprache war das Bild imstande, das NS-Regime zu stützen.

Der Volkskundler Richard Wolfram (1901–1995) hatte 1938 die Leitung der „Außenstelle Süd-Ost“ des SS-Ahnenerbes an der „Lehr- und Forschungsstätte für germanische Volkskunde“ in Salzburg übernommen. Wolfram führte politisch geleitete Forschungen im Salzkammergut und in Südtirol durch. Fotografie und Film wurden als Erhebungsmethode genutzt. Von Wolframs amateurhaft wirkenden Fotografien heben sich jene von Erika Groth-Schmachtenberger ab. Die freie „Bildberichterstatterin“ hatte in den 1930er- und 40er-Jahren völkisch bewertete Bräuche und Menschen aufgenommen. Wolframs und Groth-Schmachtenbergers Bilder vermitteln eine rückwärtsgewandte Epoche mit germanozentrischer Sichtweise und völkischer Ideologie.

5.1.2.6. Volkskundliche Fotografie nach 1945

Obwohl die Trachtenfotografie seit den 1950er-Jahren als volkskundliches Bildgenre keine Rolle mehr spielt, hat sie bis heute überlebt. Bei ihren Besuchen in der Provinz nutzen nicht selten vor allem hochrangige Politiker die Gelegenheit, sich mit „feschen Trachtenmaderln“ ins Bild rücken zu lassen.

Vom visuellen Medium maßgeblich beeinflusst wurden nach 1945 neue Forschungsfelder – wie Arbeiteralltag, Umgang mit Technik und Jugendkultur – mehr und mehr akzeptiert. Man anerkannte die Fotografie als wichtigstes Dokument zur Darstellung des Alltags. Der Regensburger Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde im Jahr 1981 brachte die Wende für die Akzeptanz des Mediums Fotografie in der deutschsprachigen Volkskunde. Zum ersten Mal wurden die Zusammenhänge von „Fotografie und Wirklichkeit“ sowie quellenkritische Fragestellungen diskutiert.

In der jüngeren Forschung wird die Fotografie als „Quelle der Volkskunde“ zum Thema gemacht. Gefordert wird die Darlegung der Entstehungsgeschichte einer Fotografie, eine Datenerhebung vor Ort sowie die Beschäftigung mit Bildgebrauch und Verwertung. In den 80er-Jahren wurde der Begriff „Bildlore“ im volkskundlich-bildwissenschaftlichen Kontext eingeführt. Die Hauptaufgabe der Bildlore ist die Offenlegung von wertenden Bildbotschaften sowie das Studium der Bildwirkung in sozialer Interaktion.

5.1.2.7. Beschreibung und Analyse

Für viele Fotohistoriker ist es für das Verstehen von Fotografien unverzichtbar, den Kontext als Teil eines Prozesses herzustellen, in dem die Fotografien in ihren visuellen und inhaltlichen Teilen einer nachträglichen Prüfung unterzogen werden. Dabei sollte beachtet werden, welche Funktion das Foto in einer bestimmten Gruppe von Menschen ausübt (Familienalbum, Geschenk, Werbeträger usw.) und welche Rolle die Fotografie in der alltäglichen Lebenswelt spielt.

In jedem Fall muss die Frage nach dem ursprünglichen Gebrauchszusammenhang und dem historischen Kontext gestellt und dann einem bestimmten Genre zugeordnet werden – zu öffentlicher, kulturhistorischer, privater oder künstlerischer Fotografie.

Der Kontext wird hergestellt, indem zunächst die vorliegende Fotografie exakt beschrieben und ihr formaler Aufbau bezeichnet wird. Dann folgt die Analysephase, in der die Fotografie zum Beispiel mit grafischen und textlichen Publikationen in Beziehung gesetzt wird. Die Konnex-Phase schließlich konzentriert sich auf den historischen Zusammenhang, in dem die Fotografie steht.

5.1.2.8. Sammeln und Aufbewahren des Fotomaterials

Neben dreidimensionalen Objekten sowie Grafiken, Zeichnungen und Ölgemälden stellt die Fotografie die dritte Säule in der Museumsammlung dar. Sie gehört zu den bedeutendsten historischen Quellen. Die Aufgabe der betreffenden Behörden und Institutionen ist es, den fotografischen Bestand zu sichern, zu ordnen und zu erschließen. Die Bilder gelangen über private Nachlässe, Schenkungen oder vom Sperrmüll gerettet ins Archiv. Auch Originalkartons, in denen die Fotos ins Archiv kommen, werden gesammelt.

Für die Aufbewahrung der Fotografien gibt es bestimmte Regeln, die eingehalten werden müssen. Dazu gehört zum Beispiel das Unterlassen eines thematischen Aussortierens, da Motive, die in der heutigen Zeit unwichtig erscheinen, sich in 50 Jahren als bedeutend erweisen könnten. Wichtig ist eine fortlaufende Inventarisierung mit Angaben zum Fotografen, der Entstehungszeit, dem -ort, Maße und Eingangsnummer. Historische Fotografien sind auf dem Bild nicht nachträglich zu beschriften.

Zur Lagerung von Fotografien und Glasplatten eignen sich säurefreie und ungepufferte Kartons; Fotografien und Dias sollten in Metallschränken bei gleich bleibender Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit aufbewahrt werden. Sofern keine Negative vorhanden sind bzw. zur Schonung des Bestands werden Sicherheitsverfilmungen empfohlen.

5.1.3. Die nazistische Heimatvorstellung (Karl Müller)

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5.1.3.1. Heimat als kulturelles Konstrukt

„Heimat“ ist nichts Naturwüchsiges, sondern ein kulturelles Konstrukt. Es hat seine Geschichte(n) und erlebt insbesondere in Krisenzeiten der Moderne unablässig seine „Hoch-Zeiten“, so auch spätestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, als die moderne Industriegesellschaft tradierte Sicherheiten und angeblich naturhaft-ewige Orientierungen zunehmend infrage stellte, sodass die Suche nach festem geistigem, politischem und materiellem Halt ein immer wichtigeres Gebot der Stunde wurde.

Im kulturellen Bereich ist schon die „Heimatkunstbewegung“ um 1900 Ausdruck für diesen Prozess. Einen Aufschwung von „Heimat“ erlebten schließlich auch die 30er- und 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts, als „Heimat“, „Heimatkunst“ und „Heimatliteratur“ nicht zuletzt von der NS-Bewegung (ab)gefeiert wurden.

5.1.4. „Wohin sollen wir gehen?“ (Josef P. Mautner)

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5.1.4.1. Menschen auf der Suche

Zu jeder Zeit und an allen Orten sind Menschen auf der Suche. Suche scheint eine Bewegung zu sein, die zu den Grundformen menschlicher Existenz gehört. Die Vätergeschichte des Ersten Testaments beginnt mit einem Aufbruch: „Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.“ (Gen 12,1) Das Leben Abrams, der Vaterfigur dreier Weltreligionen, ist geprägt von der Bewegung des Suchens. Suche – ein Archetyp, der offenbar über die sozialen und kulturellen Veränderungen in Zeit und Raum hinausgeht?

Im Langtext wird von verschiedenen Suchbewegungen erzählt, die in unterschiedlicher Weise auf Salzburg als geografischen, sozialen und kulturellen Ort bezogen sind. Dieser Text ist eine Einladung, Salzburg und die Menschen, die hier leben, etwas genauer und liebevoller zu betrachten, als es durch die Brille des Postkartenklischees geschieht. Der Beitrag ist in drei Schritte gegliedert (1. Suche nach einem Zentrum 2. Suche nach Identität 3. Suche nach Heimat), die zum abschließenden Thema (Ein Ende der Suche?) führen. Die Auswahl der Menschen und ihrer Geschichten ist von der persönlichen Wahrnehmung des Autors geprägt. Sie kann aber dennoch einige Suchbewegungen nachvollziehbar machen und zu einem genauen Blick auf Stadt und Land Salzburg führen.



[230] Kurzfassung von Ilona Lindenbauer und Melanie Wiener-Lanterdinger, Langtext HIER.

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